Abschied von der Mole: Ein Finale mit Paukenschlag
Drei Monate Namibia. Drei Monate Swakopmund. Wenn ich jetzt auf die Mole blicke, während ich diese Zeilen schreibe, schwingt eine gehörige Portion Wehmut mit – aber vor allem tiefe Zufriedenheit. Ich habe mein Pensum geschafft, und was als produktive Klausur begann, endete in einem echten emotionalen Höhepunkt.
Das Highlight: „Unter brennender Sonne“ im Scheinwerferlicht
Vorgestern war es so weit: Meine Lesung in der Swakopmunder Buchhandlung. Es ist immer ein besonderes Gefühl, aus einem Buch zu lesen, das genau hier – unter dieser brennenden Sonne – spielt.
Ich muss gestehen: Mit diesem Andrang hatte ich nicht gerechnet! Der Raum war voll, die Stimmung elektrisierend. Doch das Beste kam danach: Ich hatte ein langes, ausgesprochen fruchtbares Gespräch mit einem Verleger aus Windhoek. Ob daraus am Ende eine feste Zusammenarbeit entsteht? Das steht noch in den Sternen. Aber mein Bauchgefühl? Das ist gerade verdammt optimistisch.
Von harter Arbeit, eiskaltem Wasser und neuen Freunden
Rückblickend waren diese drei Monate eine Reise der Extreme. Die ersten acht Wochen standen ganz im Zeichen der Disziplin:
- Schreiben: Mein neues Manuskript ist fertig. Die Arbeit war hart, aber die Ruhe hier oben an der Küste ist unbezahlbar.
- Disziplin: Mein tägliches Ritual war das Schwimmen in der Mole. Wer das Wasser hier kennt, weiß: Das ist Charakterbildung! Aber das Ziel ist erreicht – die Pfunde sind gepurzelt.
Was mich sehr berührt hat, waren die Begegnungen. Ich habe hier so viele interessante Menschen kennengelernt. Aus flüchtigen Gesprächen sind bei einigen inzwischen enge Freundschaften geworden. Es fällt schwer, sich jetzt zu verabschieden, aber eines ist sicher: Ich freue mich schon jetzt riesig auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!
Das Beste zum Schluss
Nach der Pflicht kam die Kür. In den letzten vier Wochen, als meine Frau zu mir stieß, haben wir den Arbeitsmodus komplett ausgeschaltet. Es war Urlaub pur, ein gemeinsames Eintauchen in die Schönheit dieses Landes, das mich immer wieder aufs Neue fasziniert.
Ich verlasse Namibia mit vollen Notizbüchern, einem leichteren Körper und einem sehr schweren Herzen. Swakop, du warst gut zu mir.

