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Ein Wiedersehen an der Spitzkoppe

Spitzkoppe: Zwischen Herzensmenschen und Hippie-Invasion Zwischen Herzensmenschen und Hippie-Invasion Unser Abenteuer an der Spitzkoppe Manche Orte in Namibia besucht man wegen der Aussicht, andere wegen der Menschen. Unser Trip vom…

Spitzkoppe: Zwischen Herzensmenschen und Hippie-Invasion

Zwischen Herzensmenschen und Hippie-Invasion

Unser Abenteuer an der Spitzkoppe

Manche Orte in Namibia besucht man wegen der Aussicht, andere wegen der Menschen. Unser Trip vom Brandberg Restcamp zur Spitzkoppe war dieses Mal eine Mischung aus beidem – und lieferte uns obendrein eine Geschichte, die wir so schnell nicht vergessen werden.

Ein Wiedersehen mit Moses

Vor zwei Jahren haben Mags und ich auf unserer Tour einen Jungen namens Moses kennengelernt. Es war eine jener Begegnungen, die hängen bleiben. Seitdem stehen wir in Kontakt und unterstützen ihn und seine Familie ein wenig. Es war uns eine Herzensangelegenheit, persönlich vorbeizuschauen.

Der emotionalste Moment? Moses’ kleine Schwester zu treffen. Sie ist anderthalb Jahre alt und trägt einen Namen, der mir besonders viel bedeutet: Ute Christine – benannt nach meiner Mutter.

Die kleine Christine (wie sie genannt wird) in der staubigen, majestätischen Kulisse der Spitzkoppe herumlaufen zu sehen, war ein echter Gänsehaut-Moment. Außerdem wollten wir Nicola, die zum ersten Mal in Namibia ist, die raue Schönheit dieser Region zeigen.


Zeitsprung am Swimmingpool: Flower-Power in der Wüste

Wir schauten ebenfalls im Spitzkoppe Tented Camp vorbei. Wir erwarteten die übliche staubige Ruhe und vielleicht das ferne Echo eines Schakals. Stattdessen stolperten wir direkt in eine bizarre Parallelwelt.

Als wir die Bar und den Poolbereich betraten, blieben wir wie angewurzelt stehen. Hatten wir versehentlich den DeLorean genommen? Überall waren Hippies. Und ich meine nicht “ein bisschen alternativ” – ich meine das volle Programm: Ein Vibe, der so sehr nach 1968 schrie, dass ich kurz suchte, ob Jimi Hendrix irgendwo seine Gitarre stimmt.

Wir fühlten uns, als wären wir in einer Zeitschleife gelandet. Während wir in unserer „normalen” Kleidung dort standen, wirkten wir wie die Statisten eines drögen Dokumentarfilms, die versehentlich das Set von Woodstock gestürmt hatten.

Das Rätsel der “Wüsten-Kinder”

Wie sich herausstellte, waren wir nicht verrückt geworden. Die bunt gemischte Truppe kam frisch vom “Wolfkop Weekender” (oder einem der ähnlichen Boutique-Festivals wie dem Spirit of the Wild), das jährlich in der Nähe stattfindet. Tausende von Musik- und Lebenskünstlern pilgern für elektronische Beats und spirituelle Vibes in die Wüste. Ein herrlich skurriler Kontrast zur einsamen Natur Namibias!

Die Spitzkoppe hat uns mal wieder überrascht. Zwischen tiefer Verbundenheit und totalem Kulturschock – Nicola hat nun definitiv ein Bild von Namibia, das sie so schnell nicht vergessen wird.